Aus einem aufwändigen, projektabhängigen Vermietungsgeschäft habe ich ein langfristiges Tech-as-a-Service-Modell entwickelt – von der Einzeltransaktion zu wiederkehrenden Erlösen mit Service-Fokus.

Business Design & Strategie · Innovation · Strategische Kommunikation
Vom Projektvermieter zum Tech-as-a-Service-Modell
fonlos · Transformation zu wiederkehrenden Erlösen
Ausgangslage
fonlos war ursprünglich auf kurzfristige Technikmiete ausgerichtet – für Messen, Marketing-Events, Produktionen, Baustellen, Schulungen und Roadshows. Wir arbeiteten dabei agenturähnlich und setzten die komplexen, individuellen Anforderungen von Unternehmenskunden um, von denen viele selbst Agenturen aus Event, Film, Fernsehen, Werbung, Web und VR waren. Über die Jahre entstanden daraus starke Kompetenzen: Projektmanagement, saubere Mietprozesse, Logistik, Bonitätsprüfung, Risiko- und Betrugsmanagement und die Zusammenarbeit mit Finanzierern und Banken.
So tragfähig das Projektgeschäft war, es hatte strukturelle Grenzen: hoher Aufwand pro Auftrag, schwankende Auslastung und Erlöse, die an einzelne Transaktionen gebunden blieben. Ein nutzungsbasiertes Modell mit wiederkehrenden Einnahmen und Service-Fokus versprach mehr Stabilität – ein Muster, das damals begann, ganze Branchen zu prägen.
Strategische Frage
Wie überführt man ein über Jahre gewachsenes, projektabhängiges Vermietungsmodell in ein stabileres Nutzungsmodell mit längeren Kundenbeziehungen und wiederkehrenden Erlösen – ohne die vorhandene Substanz und die bestehenden Beziehungen zu verlieren?
Meine Rolle
Als Mitgründerin und Strategin entwickelte ich die Neuausrichtung gemeinsam mit dem Geschäftsführer und begleitete ihre Umsetzung über alle betroffenen Bereiche hinweg – Geschäftsmodell, Angebot, Verträge, Finanzierung, Prozesse und Kommunikation.
Analyse & Entscheidung
Ein gewachsenes Geschäftsmodell umzustellen betrifft nicht nur das Angebot, sondern alle: Kunden, Mitarbeiter und Partner kennen das bisherige Tun. Veränderung heißt deshalb, alle mitzunehmen – transparent zu kommunizieren, Bedenken vorwegzunehmen und Raum für Fragen zu schaffen. Das schafft Vertrauen und Teilhabe. Zugleich verlangte der Wechsel neue Investitionen mit unternehmerischem Wagnis, ohne Gewissheit über den Ausgang. Die konzeptionellen Pläne lagen bereits vor; die eigentliche Leistung lag in der konsequenten Umsetzung.
Umsetzung
Der Umbau betraf das ganze Unternehmen: neue AGB und Vertragslogiken, ein neues Finanzierungsmodell mit einem neuen Finanzierungspartner, eine neue Angebotsdarstellung und Kommunikation, ein komplett neuer digitaler Anfrageweg, neue interne Prozesse und Dokumentationen sowie die Einweisung der Mitarbeiter. Dazu die direkte Ansprache von Kunden und Partnern zu den Neuerungen. Die notwendigen Investitionen deckten wir über eine weitere Finanzierung, die wir gezielt dafür einwarben.
Ergebnis
Aus der kurzfristigen Projektmiete wurde ein Tech-as-a-Service-Modell für die langfristige Techniknutzung durch Geschäftskunden – mit wiederkehrenden Erlösen statt einzelner Transaktionen und stabileren Kundenbeziehungen. Die Transformation reichte über das Angebot hinaus bis in Finanzierung, Verträge, Prozesse, Team, Partner und Außenauftritt. Sie belegt Anpassungsfähigkeit, Mut zu weitreichenden Entscheidungen und die Fähigkeit, ganzheitlich zu planen und umzusetzen.
Kennzahlen
- Vollständige Geschäftsmodell-Transformation
- Von Einzeltransaktion zu wiederkehrender Nutzung
- Umbau über Angebot, Verträge, Finanzierung, Prozesse und Kommunikation