Ich arbeite an Fragestellungen, die sich nicht innerhalb einer einzelnen Disziplin lösen lassen. Dafür verbinde ich drei Perspektiven.

Kognitionswissenschaftliches Wissen darüber, wie Menschen Informationen wahrnehmen, Bedeutungen bilden, urteilen und entscheiden.

Strategische Gestaltungskompetenz in Marke, Positionierung, Geschäftsmodell, Produkt, Service und Kommunikation.

Unternehmerische Erfahrung seit 2013, in der strategische Entscheidungen unter realen Marktbedingungen getroffen, umgesetzt und getragen wurden.

Wie ich Probleme betrachte

Geschäftsmodell, Marke, Kundenerlebnis, Prozesse, Kommunikation und Technologie sind in Unternehmen meist getrennte Zuständigkeiten. Wirksam werden sie als System. Widersprechen sie einander, entstehen Reibung, Unklarheit und wirtschaftliche Verluste. Folgen sie derselben Logik, verstärken sie sich gegenseitig.

Bevor ich eine Lösung entwickle, unterscheide ich deshalb konsequent zwischen Beobachtung, Interpretation und Annahme – und zwischen Symptom und Ursache. Viele vermeintliche Einzelprobleme lösen sich bereits auf, wenn ihre Ursache sichtbar wird.

Wie ich auf Marken blicke

Eine Marke ist mehr als ein Logo, ein Design oder eine Kampagne. Sie schafft Orientierung in einer komplexen Welt und hilft Menschen dabei, Informationen einzuordnen, Entscheidungen zu treffen und Vertrauen aufzubauen. Sie gibt namenlosen Waren ein Gesicht, weckt Gefühle und vermittelt einen Lebensstil, mit dem sich Käufer identifizieren.

Markenarbeit beginnt deshalb bei der Frage, welche Bedeutung ein Unternehmen für seine Kunden hat und wie diese Bedeutung konsistent erlebbar wird.

Aus der Kognitionswissenschaft weiß ich, wie Menschen wahrnehmen, bewerten und entscheiden — meist automatisch und lange bevor eine bewusste Abwägung einsetzt.

Wer eine Marke führt, arbeitet an diesem Vorstellungsbild. Wer nur kommuniziert, arbeitet an seiner Oberfläche.

Warum ich Markenstrategie für eine unternehmerische Disziplin halte

Viele Unternehmen liefern hervorragende Qualität und bleiben trotzdem unsichtbar.

In Märkten voller vergleichbarer Angebote und Botschaften setzen sich nicht die Unternehmen durch, die objektiv besser sind, sondern jene, die verstanden, erinnert und als relevant eingeordnet werden. Diese Position im Kopf der Kunden entsteht nicht nebenbei, sie ist das Ergebnis von Entscheidungen.

Ab einer gewissen Größe entscheidet zudem nicht mehr eine einzelne Person, wie ein Unternehmen auftritt. Viele Menschen treffen täglich Entscheidungen über Angebot, Preis, Sprache und Service. Die Marke ist der gemeinsame Maßstab dafür: Sie hält diese Entscheidungen zusammen und macht ein Unternehmen nach außen als eine Einheit erkennbar. Damit wird sie zu einem wirtschaftlichen Vermögenswert — sie senkt Akquisekosten, stützt Preise, bindet Mitarbeiter und Partner und wird bei Finanzierung, Beteiligung oder Verkauf mitbewertet.

Wie ich arbeite

Ich entwickle aus einem Unternehmen ein klares Vorstellungsbild und leite daraus ab, welche Kommunikation und welches Marketing überhaupt sinnvoll sind. Das Ergebnis ist ein Auftritt, in dem jede Maßnahme auf dieselbe Position einzahlt.

In fünf Schritten, analytisch und gestalterisch zugleich. Sie lassen sich auf unterschiedliche Branchen übertragen, ohne konkrete Situationen auf Schablonen zu reduzieren.

Verstehen
Ich erfasse Kontext, Menschen, Rahmenbedingungen und Ursachen.

Verdichten
Ich formuliere das eigentliche Problem und reduziere Komplexität auf entscheidbare Zusammenhänge.

Entwickeln
Ich entwerfe Optionen und Modelle und bewerte ihre wirtschaftlichen, psychologischen, technologischen und organisatorischen Folgen.

Gestalten
Ich übersetze die gewählte Richtung in Marke, Geschäftsmodell, Produkt, Service, Prozess, Kommunikation oder digitale Lösung.

Prüfen
Ich beurteile Umsetzbarkeit, Wirkung und langfristige Konsequenzen. Wo Daten verfügbar sind, werden Ergebnisse gemessen. Qualitativ zeigt sich Wirkung in Klarheit, Akzeptanz, geringerer Reibung und besseren Entscheidungen.

Meine Rolle

Ich arbeite eigenständig an strategischen Fragestellungen, direkt mit Entscheidern und in der Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachkräften. Meine Rolle liegt in Analyse, strategischer Richtung, Konzeption und der Verbindung unterschiedlicher Disziplinen.

Was dabei entsteht, hängt vom Bereich ab:

GeschäftsmodellMarkenidentitätPositionierungServiceProduktkonzeptdigitale Lösungsarchitektur

Häufig mehrere davon zugleich, weil eine Entscheidung im Geschäftsmodell die Marke verändert und eine neue Positionierung Angebot und Prozesse nachzieht. Ich entwickle diese Bestandteile bis zu dem Punkt, an dem sie entschieden und umgesetzt werden können.

Für Gestaltung, Entwicklung, Recht und technische Umsetzung briefe ich Spezialisten und prüfe ihre Ergebnisse auf Konsistenz zum Konzept.

Worin ich mich von anderen unterscheide

Am größten ist mein Beitrag, wenn eine Entscheidung mehrere Bereiche gleichzeitig betrifft: Geschäftsmodell, Marke, Angebot, Prozesse und Kommunikation. Genau hier arbeiten Spezialisten üblicherweise nebeneinander. Ich entwickle die gemeinsame Logik, aus der sich alle Einzelentscheidungen ableiten lassen, und stelle sicher, dass sie sich gegenseitig stützen. Das ist analytische und kreative Arbeit zugleich — die tragfähige Verbindung liegt selten offen, sie muss gefunden werden.

Mein Schwerpunkt liegt auf Unternehmen, Produkten und Angeboten, deren tatsächliches Potenzial größer ist als ihr bisheriges Profil. Ich arbeite heraus, was bereits vorhanden ist, aber noch nicht klar benannt, strukturiert und sichtbar gemacht wurde. Das Ergebnis ist ein Angebot, das seinen Wert selbst erklärt, und ein Unternehmen, das im Wettbewerb unterscheidbar wird.

Tätigkeitsfelder

Branchen
Technologie und Technikdienstleistung · Dienstleistung und Handel · Logistik und Kreislaufwirtschaft · Hospitality · Bildung · Medien und Kultur · Finanzdienstleistung · Non-Profit
Geschäftsmodelle
Tech-as-a-Service und Vermietung · E-Commerce und Recommerce · Plattform- und Partnermodelle · digital betriebene Services
Kundenart
B2B im Schwerpunkt, ergänzt um D2C aus eigener unternehmerischer Praxis
Region
Deutschland und EU, remote und vor Ort in Berlin

Neue Branchen erschließe ich über Analyse und übertrage dabei Prinzipien aus angrenzenden Feldern. So bin ich in den Hospitality-Markt eingestiegen und habe daraus ein tragfähiges Betreibermodell entwickelt.

Haltung

Der Start ist bei der Strategie. Entscheidungen im Unternehmen brauchen eine Grundlage, die auch dann noch gilt, wenn die Stimmung dreht. Dabei geht es mir immer um die Sache, ich arbeite für das Ergebnis. Viele Aufgaben beginnen mit dem Wunsch nach einem Design. Ich beginne mit der Frage, wofür ein Unternehmen steht. Aus dieser Antwort ergibt sich, was zu gestalten ist und warum.

„Klare Werte, Verlässlichkeit und Integrität machen sie zu einer Persönlichkeit, der man vertraut.“

Pierre Lässig, fonlos

„Kreativ, strukturiert, durchdacht, lösungsorientiert – daran denke ich, wenn ich mich an die Zusammenarbeit zurückerinnere.“

Judith Hoffmann, Google Cloud

Weiterführung

Porträt Ludmila Braun